In meinem Garten steht ein Haselstrauch
doch jetzt ist aus der
Traum
das fremde Mädchen war auch ich
doch leider ist es mir immer wieder entwischt
sollte ich das Aschenputtel sein
das fiel mir immer nur im
Traume ein
versteckt hinter einer Küchentüre
die in einen Garten hinausführte
aus den Tiefen, wo ich bin hinabgesprungen
ist es an die Oberfläche gekommen
weil die Eltern und Stiefschwestern sind einmal gegangen fort
an einen anderen Ort
fing ich an zu lesen
im Märchenbuch, war es doch auch so gewesen
getanzt hat er nur mit mir allein
in den schönen Garten hinein
wo die Birnen hingen an einem Baum
doch nur in meinem
Traum
sind es die Lampen, die hängen an einer Schnur
wieso denn nur
mit einem Zettel in der Hand
ich den Weg zu einem Nachbarn fand
der schimpfte mit den Eltern nur
wieso könnt ihr so etwas dem kleinen Mädchen antun
doch ich schüttelte wieder an dem Haselstrauch
bis dann kam der nächste
Traum heraus
in diesem rutschte ich aus
doch stieg ich wieder die Kellertreppe hinauf
man hat mich aber dazu verpflichtet
nicht zu gucken hinter die orientalischen Teppiche
suchen sollte ich auch nicht bei den perlenbehangenen Gästen
auf den viele Festen
doch jetzt habe ich gefunden
das geb ich zu - ganz unumwunden
was ich im
Traum hab gesucht
war nur der gute Ruf
wie war doch sein Name
den Schemel wollte ich auch haben
wo er hat darauf gesessen
bald hätte ich ihn vergessen
doch bevor die Hochzeit konnte beginnen
musste ich mich darauf besinnen
wo die
zwei Täubchen saßen
die mir die Guten und von den Schlechten verlasen
die
linken und die
rechten vertauscht
es immer noch in meinen Ohren rauscht
pick, pick, pick pick
die schlechten in die Kröpfchen, die guten in das Töpfchen
nach Prof.Dr. Richard Bamberger ( Direktor des Internationalen Instituts für Kinder-, Jugend- und Volksliteratur, Wien )
Aus dem Märchen Aschenputtel:
"Liebes Kind, bleib fromm und gut, so wird die der liebe Gott immer beistehen. Ich will vom Himmel auf dich herabblicken und will um dich sein"
"Soll die dumme Gans bei uns in der Stube sitzen?"
"Wer Brot essen will, muß es verdienen, hinaus mit der Küchenmagd".
"Seht einmal die stolze Prinzessin, wie sie geputzt ist"!
"Schöne Kleider"
"Perlen und Edelsteine"
"Aber du, Aschenputtel"
"Was willst du haben?"
"Vater, das erste Reis, das Euch auf Eurem Heimweg an den Hut stößt, das brecht für mich ab."
"Kämm uns die Haare, bürste uns die Schuhe und mach uns die Schnallen fest. Wir gehen zur Hochzeit auf des Königs Schloß."
"Du Aschenputtel"
"bist voll Staub und Schmutz und willst zur Hochzeit? Du hast keine Kleider und Schuhe und willst tanzen!"
"Da habe ich dir eine Schüssel Linsen in die Asche geschüttet. Wenn du die Linsen in
zwei Stunden wieder ausgelesen
hast, so sollst du mitgehen."
"Ihr zahmen Täubchen, ihr Turteltäubchen, all ihr Vöglein unter dem Himmel, kommt und helft mir lesen,
die guten ins Töpfchen
die schlechten in's Kröpfchen."
"Nein, Aschenputtel, du hast keine Kleider und kannst nicht tanzen. Du wirst nur ausgelacht."
"Wenn du mir
zwei Schüsseln voll Linsen in
einer Stunde aus der Asche reinlesen kannst, so sollst du mitgehen"
"Ihr zahmen Täubchen, ihr Turteltäubchen, all ihr Vöglein unter dem Himmel, kommt und helft mir lesen,
die guten ins Töpfchen
die schlechten ins Kröpfchen."
"Es hilft dir alles nichts, du kommst nicht mit, denn du hast keine Kleider und kannst nicht tanzen. Wir müßten uns deiner schämen."
"
Bäumchen, rüttel dich und schüttel dich,
wirf
Gold und Silber über mich
"Das ist meine Tänzerin!
"Ich gehe mit und begleite dich"
"Bäumchen, rüttel dich, und schüttel dich
wirf
Gold und Silber über mich."
"Das fremde Mädchen ist mir entwischt, und ich glaube, es ist auf den Birnbaum gesprungen."
"Bäumchen, rüttel dich, und schüttel dich
wirf
Gold und Silber über mich."
"Das ist meine Tänzerin"
"Keine andere soll meine Gemahlin werden als die, an deren Fuß dieser goldene Schuh paßt."
"Hau die Zehe ab! Wenn du Königin bist, so brauchst du nicht mehr zu Fuß gehen."
"Rucke di gu, rucke di gu,
Blut ist im Schuh.
Der Schuh ist zu klein,
die rechte Braut sitzt noch daheim."
"Hau ein Stück von der Ferse ab. Wenn du Königin bist, brauchst du nicht mehr zu Fuß gehen."
"Rucke di gu, rucke di gu,
Blut ist im Schuh,
Der Schuh ist zu klein,
die rechte Braut sitzt noch daheim."
"Das ist auch nicht die Rechte"
"Habt Ihr keine andere Tochter?"
"Nein"
"Nur von meiner verstorbenen Frau ist noch ein kleines armseliges Aschenputtel da. Das kann unmöglich die Braut sein."
"Ach nein, das ist viel zu schmutzig, das darf sich nicht sehen lassen."
"Das ist die rechte Braut!"
Rucke di gu, rucke di gu,
kein Blut ist im Schuh.
der Schuh ist nicht zu klein,
die rechte Braut, die führet er heim."